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Farbbezeichnung

 
     
  verbale oder formelhafte Benennung der Farben. Die Umgangssprache kennt etwa zehn Farbbezeichnungen, die u.U. durch Zusätze zur Kennzeichnung von Zwischentönen, der Farbhelligkeit oder Vergleiche (Ziegelrot, Himmelblau) ergänzt werden (Tab.). Sie sind im künstlerischen, gewerblichen und wissenschaftlichen Bereich nicht ausreichend.


In Malerei und Handwerk gehen viele Farbbezeichnungen auf die zur Farbherstellung verwendeten Ausgangsstoffe (Bleiweiss, Chromgelb, Kobaltblau) oder die charakteristische Färbung natürlicher Objekte zurück (Elfenbein, Smaragdgrün) zurück. Verbunden mit den verschiedenen Farbordnungen, haben sich in Wissenschaft und Technik sowie im graphischen Gewerbe eigenständige Systeme der Farbbezeichnung (Farbschlüssel) herausgebildet.


Kartographiespezifische Bezeichnungen wie Gewässerblau (verwendet für das Gewässernetz, Ufer-, Küsten- und Tiefenlinien) und andere gesondert gedruckte Strichfarben (Flächenfarben) verlieren beim Vierfarbendruck an Bedeutung. Heute dominieren in der Kartographie die Farbbezeichnungen des graphischen Gewerbes und der Video- bzw. Computertechnik. Dies sind zum einen die Farbbezeichnungen der Europaskala, in der auch die Prozessfarben des Vierfarbendruckes CMYK definiert sind. Zum anderen sind es die Bildschirmfarben des RGB-Farbraumes. In manchen technischen Systemen wird Cyan als Aquamarin und Magenta als Lila bezeichnet.


Aus den Grundfarben aufgebaute Mischfarben werden durch den Kennbuchstaben der Grundfarbe und ihren Anteil als nachgestellte Prozentzahl oder den in der Bildverarbeitung gebräuchlichen Wert für die Helligkeit eines Bildpunktes von 0 (schwarz) bis 255 (weiss) gekennzeichnet. In Farbmenüs sind zur Erleichterung der Kommunikation den durch Prozentzahlen definierten Farben verbale Bezeichnungen oder besondere Farbschlüssel zugeordnet. Die Farbschlüssel im digitalen Farbmanagement bestimmen und bezeichnen die Farben nach den Merkmalen der Farbordnung "lightness" L (Farbhelligkeit), "hue" H (Farbton) und "chroma" C (Farbsättigung). Im HSB-Modell benutzt man ausser dem Farbton H die Sättigung gegenüber Weiss ("saturation" S) und die als Ergänzung zum Schwarzanteil definierte Helligkeit ("brightness" B).


Die von einem Softwarehersteller als Leuchtendgrün bezeichnete Farbe hat folgende Farbschlüssel: Prozessfarben: C40, M0, Y100, K0 (engl.); C40, M0, G100, S0 (deutsch); Bildschirmfarben: R153, G255, B0 (R60%, G100%, B0%); im HSB-Modell: H84°, S255, B255; im Farbmanagement: L75, H110° (a -26, b 70), C75.




FarbbezeichnungFarbbezeichnung (Tab.): umgangssprachliche Farbbezeichnungen.
 
 

 

 

 
 
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