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Drucksondierung

 
     
  mechanisches Sondierungsverfahren zur direkten Ermittlung der Bodeneigenschaften und für die Bemessungstabellen einiger Normen (DIN 4094 CPT). Durch sie erhält man Informationen über die Lagerungsdichte bzw. Konsistenz bindiger Böden und direkte Festigkeitseigenschaften eines nichtbindigen Baugrundes. Die Sondierung erfolgt mit einer genormten Messspitze mit einem Durchmesser von 36 mm und einer Querschnittsfläche von 10 cm2 (Abb.). Die Messspitze wird kontinuierlich mit ±2 cm/s in den Untergrund gedrückt. Moderne Geräte messen Spitzendruck und Mantelreibung getrennt. Bei der Drucksondierung wird der Spitzendruck bzw. die Mantelreibung in MN/m2 in Abhängigkeit von der Eindringtiefe aufgetragen. Ein Einfluss von Grundwasser ist praktisch nicht festzustellen. Der Anhang C von DIN V 1054-100 beinhaltet Diagramme für die Abhängigkeit des Spitzendrucks von der Lagerungsdichte. Manche Autoren stellen Tabellen, die eine empirisch gefundene Abhängigkeit zwischen Ergebnissen von Drucksonden und verschiedenen Rammsonden aufweisen, auch für bindige Böden vor. Aufgrund des Modellcharakters werden die Ergebnisse von Drucksondierungen oft zur Berechnung der Tragfähigkeit von Pfahlgründungen verwendet (DIN 4014, 1990).

DrucksondierungDrucksondierung: Drucksonde.
 
 

 

 

 
 
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