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Bodenschutz

 
     
  Boden als Teil der Umwelt unterliegt den vier Regeln bezüglich der Umweltqualität und der Erhaltung der natürlichen Ressourcen für nachfolgende Generationen (Konzept Nachhaltigkeit, Deutscher Bundestag, 1997): 1) Die Abbaurate erneuerbarer Ressourcen soll deren Regenerationsrate nicht überschreiten. Dies entspricht der Forderung nach Aufrechterhaltung der ökologischen Leistungsfähigkeit. 2) Nicht erneuerbare Ressourcen sollen nur in dem Umfang genutzt werden, in dem ein physisch und funktionell gleichwertiger Ersatz in Form erneuerbarer Ressourcen oder höherer Produktivität der erneuerbaren sowie der nicht erneuerbaren Ressourcen geschaffen wird. 3) Stoffeinträge in die Umwelt sollen sich an der Belastbarkeit der Umweltmedien orientieren, wobei alle Funktionen zu berücksichtigen sind, nicht zuletzt auch die "stille" und empfindlichere Regelungsfunktion. 4) Das Zeitmass anthropogener Einträge bzw. Eingriffe in die Umwelt muss im ausgewogenen Verhältnis zum Zeitmass der für das Reaktionsvermögen der Umwelt relevanten natürlichen Prozesse stehen.


Die Böden stellen eine nicht erneuerbare und damit begrenzte Ressource dar. Ihre Funktionen sind dauerhaft als Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen, als Bestandteil des Naturhaushaltes, als Abbau- und Ausgleichsmedium für stoffliche Einwirkungen, insbesondere auch zum Schutz des Grundwassers, zu erhalten. Die Nutzung der Böden für den Menschen bei der Gewinnung von Rohstoffen, als Standort für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung, als Standort für wirtschaftliche Aktivitäten, Verkehr, Ver- und Entsorgung, als Fläche für Siedlung und Erholung, als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte usw. sollen die Leistungsfähigkeit und die ökologischen Funktionen der Böden kurzzeitig so wenig wie möglich und v.a. dauerhaft nicht beeinträchtigen. Mögliche Formen des Bodenschutzes sind Begrenzung des Flächenverbrauchs, Schutz vor Bodenabträgen, Verminderung der Stoffeinträge, Vermeidung der Einträge persistenter, bioakkumulierbarer, human-toxischer und ökotoxischer Stoffe mit irreversibler Wirkung.
 
 

 

 

 
 
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