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seismische Diskontinuität

 
     
  eine Grenzfläche zwischen zwei elastischen Medien mit unterschiedlichen Werten der akustischen Impedanz (=Dichte mal seismische Geschwindigkeit). Ist der Übergang zwischen den Medien klein im Vergleich zur seismischen Wellenlänge, spricht man von einer »scharfen« Diskontinuität oder von einer Diskontinuität erster Ordnung. In diesem Fall werden seismische Wellen an der Diskontinuität reflektiert und gebrochen (refraktiert), und es können Konversionen von P nach S und S nach P auftreten. Die Richtung von reflektierten und refraktierten Wellen wird durch das Snelliussche Gesetz beschrieben, während ihre Amplituden aus der Wellengleichung unter Berücksichtigung der Stetigkeitsbedingungen abgeleitet werden können. Relativ schwach ausgeprägte Diskontinuitäten, z.B. im oberen Mantel, erzeugen reflektierte und konvertierte Phasen, die normalerweise sehr kleine Amplituden aufweisen und deshalb in Einzelseismogrammen oft nicht zu erkennnen sind. Sie können aber mit Daten von modernen Seismographensystemen und Methoden der digitalen Datenverarbeitung, z.B. in der Receiver-Funktions-Analyse, nachgewiesen werden. Die wichtigsten seismischen Diskontinuitäten sind in der Tab. zusammengefasst.

seismische Diskontinuitätseismische Diskontinuität (Tab.) : Liste der wichtigsten seismischen Diskontinuitäten.
 
 

 

 

 
 
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