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kristallchemische Gliederung

 
     
  heute übliche Klassifikation der Minerale, die auf H. Strunz (1941) zurückgeht, der in den mineralogischen Tabellen das chemische Prinzip mit dem Prinzip der Kristallstruktur vereinigt hat. Bereits 1824 stellte Berzelius in Leonhards "Zeitschrift für Mineralogie" erstmalig ein chemische System der Minerale auf, in welchem die Unterteilung nach dem elektronegativen Prinzip, also nach Anionen, erfolgte. Eine Aufstellung in neun Klassen berücksichtigt Bindungsart und Bindungstendenz (der Anionen) wie auch weitgehend die Zusammenfassung der siderophilen, chalkophilen, lithophilen Elemente (Tab.).


Die Unterteilung in Abteilungen erfolgt bei den Elementen von metallisch nach halbmetallisch bis nicht metallisch, bei den einfachen Verbindungen in Richtung A2B, AB, A3B4, A2B3, AB2, AB3, bei den Nitraten, Carbonaten, Sulfaten, Phosphaten nach dem Fehlen oder der Anwesenheit von H2O und komplexfremden Anionen (O, OH, F etc.), bei den Sulfosalzen nach der Grösse der RO3- und RO4-Komplexverbände. Schliesslich erfolgt die Aufstellung von heterotypen Gruppen und isotypen Reihen (z.T. mit Zusammenfassung verschiedener Gruppen und Reihen zu Familien). Von Reihe zu Reihe und auch innerhalb einer Reihe wird eine Folge nach zunehmendem Ionenradius verwendet.

kristallchemische Gliederungkristallchemische Gliederung (Tab.): Klassifikation der Minerale.
 
 

 

 

 
 
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