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geochemischer Charakter der Elemente

 
     
  vorrangige Neigung der Elemente zu einer in der Tab. aufgeführten Phasen. Der norwegische Geochemiker V.M. Goldschmidt (1888-1947) stellte diese geochemische Klassifikation der Elemente auf. Sie geht von einer weitgehend geschmolzenen Urerde aus und untersucht die Separierung der Elemente in eine Metallphase (siderophil), eine Sulfidphase (chalkophil, chalkogen) und eine Silicatphase (lithophil) beim Abkühlungsprozess der Urerde. Ergänzt wird die Einteilung durch eine Gasphase (atmophil). Siderophile Elemente sind in metallischen Phasen von Meteoriten und möglicherweise auch im metallischen Erdkern angereichert. Dagegen finden sind chalkophile Elemente vermutlich im Erdmantel, während der Erdkern und die Erdkruste an diesen Elementen verarmt ist. Der Begriff lithophil bzw. oxyphil wiederum wird mittlerweile fast ausschliesslich verwendet, um Spurenelemente zu charakterisieren, die inkompatibel mit den gesteinsbildenden Mineralen des Erdmantels (Olivin, Pyroxene, Spinell, Granat) sind, daher bei Schmelzbildungsprozessen bevorzugt in die Schmelze übergehen und letztendlich in der Erdkruste angereichert werden.

geochemischer Charakter der Elementegeochemischer Charakter der Elemente (Tab.): Goldschmidts geochemische Klassifizierung der Elemente. Die Klammern signalisieren, dass ein Element überwiegend in eine andere Gruppe gehört (SEE = Seltene Erdelemente).
 
 

 

 

 
 
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