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Schmelze

 
     
  Produkt der partiellen oder vollständigen Aufschmelzung (aufschmelzen) eines Gesteins. Im Unterschied zum Magma besteht eine Schmelze nur aus der flüssigen Phase. Die Schmelzen in der Natur sind überwiegend silicatisch und nur selten carbonatisch oder sulfidisch. Zwischen diesen Typen besteht eine nur geringe Mischbarkeit. Schmelzen unterscheiden sich von der kristallinen Materie durch das Fehlen einer Fernordnung, während die Nahordnung (Kristallstruktur) der atomaren Bauteile bis zu ca. einem Nanometer ähnlich ist. So finden sich die wesentlichen Baueinheiten der Silicatminerale in Silicatschmelzen wieder. Eine (in der Natur nicht existente) reine SiO2-Schmelze besteht z.B. aus einem Netzwerk vollständig polymerisierter SiO4-Tetraeder; dementsprechend ist sie sehr viskos. In einer Diopsidschmelze finden sich vor allem die SiO3-Ketten des Diopsids (CaMgSi2O6). Ca- und Mg-Ionen wirken in dieser Schmelze als Netzwerkwandler, weil sie die Vernetzung der SiO4-Tetraeder untereinander unterbrechen; damit ist eine Verringerung der Viskosität verbunden. Wasser, das sich chemisch in einer Silicatschmelze löst,


wirkt ebenfalls als Netzwerkwandler und erniedrigt die Viskosität erheblich.
 
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : Einschleifenmethode Tisserand Plagioklas-Peridotit

 

 
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