| |
neoklimatologisch (Neoklimatologie) die Schätzung des globalen Flächenmittels der bodennahen Lufttemperatur, ggf. unter Einschluss der Meeresoberflächentemperatur (Oberflächentemperatur), i.a. in Form von Monats- bzw. Jahresmittelwerten. Wegen der günstigen räumlichen Repräsentanz der Temperatur ist diese Schätzung derzeit kein Problem, wird aber beim Weg in die Vergangenheit wegen der früher geringeren Abdeckung mit Messstationen (Wettermessnetz) bzw. Schiffsmessungen zunehmend schwieriger. Internationale Einrichtungen, wie z.B. das Intergovernmental Panel on Climate Change Data Distribution Centre (IPCC-DDC) bei der Klimaforschungsgruppe an der Universität Norwich (England), stellen Informationen zur Weltmitteltemperatur seit 1854 in laufender Aktualisierung zur Verfügung, darüber hinaus auch vielfältige Informationen zu regionalen Klimaänderungen. Paläoklimatologisch (Paläoklimatologie) fällt die Abschätzung der Weltmitteltemperatur wesentlich schwerer, wird mit entsprechend geringerer Genauigkeit aber dennoch versucht. Ergänzend lassen sich entsprechende Modellabschätzungen, i.a. aus Energiebilanzmodellen (Energiebilanz), durchführen, welche die Reaktion der Weltmitteltemperatur als Folge der Bilanz aus direkter bzw. indirekter Sonnenstrahlung und terrestrischer Wärmestrahlung simulieren, dies auch hinsichtlich der Variationen der Vergangenheit. |
|