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Wärmeinsel

 
     
  Bezeichnung für den Teil eines urbanen Gebietes, welcher eine gegenüber dem Umland höhere Temperatur aufweist. Dabei sind Wärmeinseln keine einheitlich zusammenhängenden Gebiete mit homogener Überwärmung, sondern setzen sich aus vielen warmen Teilen zusammen, die immer wieder durch deutlich kühlere Bereiche voneinander getrennt sind. Die Ursachen für ihre Ausbildung sind Veränderungen im Strahlungshaushalt (aufgrund der Modifikationen in der Zusammensetzung der Luft), im Wasserhaushalt (Ableitung des Wassers durch die Kanalisation und somit kaum Verdunstung), hohe Wärmespeicherung in der Baumasse und die Freisetzung anthropogen erzeugter Wärme. Wärmeinseln bilden sich besonders gut bei autochthoner Witterung aus und können zu bestimmten Zeiten Temperaturdifferenzen zwischen Innenstadt und Umland von 5-10 K aufweisen. Im Jahresmittel zeigt die Stadt eine Übertemperatur von 0,5 – 2 K.  
 

 

 

 
 
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