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Thienemannsche Regel

 
     
  ökologisches Grundprinzip zur Charakterisierung der Biozönosen gemäss den herrschenden Umweltbedingungen, das auf den deutschen Limnologen August Thienemann (1882-1960) zurückgeht. Danach ist erstens die Artenvielfalt grösser, je variabler die Lebensbedingungen eines Ökotops sind (Biodiversität), wobei die Individuenzahl pro Art gering bleibt. Zweitens nimmt die Artenzahl ab und die Individuenzahl zu, wenn sich die Lebensbedingungen in einem Ökotop Extremwerten zuneigen: Je spezialisierter ein Ökotop, um so charakteristischer seine Biozönose. Drittens wird eine Biozönose um so artenärmer und instabiler (Stabilität), je öfter und stärker anthropogene Einwirkungen auftreten, und viertens dominieren in extremen Lebensräumen stenöke Formen.  
 

 

 

 
 
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