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ein i.d.R. vielzelliges, undifferenziertes Zellager, Zellgeflecht oder in komplexerer Ausbildung bereits ein einfaches Zellgewebe höherer Algen, Fungi und Lichenes (Thallophyten), vieler Bryophyta und des Prothalliums der Pteridophyta. Zwar können auch wurzel-, blatt- und stengelförmige Gebilde entstehen, die aber nicht die Funktion echter Wurzeln, Sprossachsen und Blätter des Sporophyten der Tracheophyten haben. Beim allseits von Wasser umgebenen Thallus der submersen Algen kann die Nahrungsaufnahme meist über die gesamte Körperoberfläche erfolgen, es bedarf keiner Aufgabenteilung in Bereiche der Nahrungsaufnahme und des Stofftransportes, vor allem aber nicht der Wasserleitung (Leitbündel). Der Auftrieb in Wasser verhindert das Kollabieren auch grösserer Thalli, so dass Festigungsgewebe nicht erforderlich sind. Andererseits ist aus diesen Gründen die zumindest temporäre Lebensfunktion von Thalli an Land immer an die (gelegentliche) Präsenz von Wasser gebunden. |
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