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Spülbohrung

 
     
  Überbegriff für Bohrverfahren, bei denen zum Transport des abgelösten Bohrgutes an die Geländeoberfläche ein Spülmedium eingesetzt wird. Die Bohrspülung kann aus Luft oder Wasser und z.T. Spülungszusätzen bestehen. Damit der Transport des Bohrgutes in der Bohrspülung möglich wird, muss der Reibungswiderstand an der Oberfläche der Bohrgutpartikel gleich oder grösser als deren Gewicht sein. Flüssige Bohrspülungen haben neben dem Bohrguttransport auch die Aufgabe, durch ihren hydraulischen Druck das Bohrloch zu stützen. Allerdings muss in den meisten Fällen der oberste Bohrlochbereich zur Stabilisierung verrohrt werden (Nachfall). Vorteil gegenüber den Trockenbohrverfahren ist der in der Regel höhere Bohrfortschritt. Dieser wird durch das Einsparen von Verrohrungen und den kontinuierlichen Abtransport des Bohrgutes bewirkt. Der Kreislauf der Bohrspülung kann mittels Druck- oder Saugförderung in Gang gehalten werden. Bei den direkten Spülbohrverfahren (auch Rechtsspülung, Druckspülbohren) wird das Bohrgut im Ringraum zwischen Gestänge und Bohrlochwand nach oben gefördert. Zu diesen Verfahren gehören das Rotary-Bohrverfahren und das mit überwiegend Luftspülung arbeitende Imlochhammer-Verfahren (Imlochhammer). Bei den indirekten Spülbohrverfahren (auch Linksspülung) erfolgt der Bohrguttransport durch das hohle Bohrgestänge. Zu diesen Verfahren zählen das Saugbohrverfahren, das Lufthebeverfahren, das Strahlsaug-Bohrverfahren und das Counterflush-Bohrverfahren.  
 

 

 

 
 
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