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Rutschungsdatierung

 
     
  zeitliche Einordnung von Rutschungen. Eine genaue Datierung ist schwierig, da echte Datierungshilfen in Form organischer Stoffe (Holz und Holzkohlen, Pollen und tierische Überreste) selten vorliegen. Meist ist man auf paläoklimatische Betrachtungsweisen und geomorphologische Rutschungsmerkmale angewiesen. Als fossile Rutschungen werden solche bezeichnet, die unter anderen morphologischen Voraussetzungen entstanden und heute kaum noch erkennbar sind. Solche Rutschungen werden meist ins Pleistozän datiert. Bei der zeitlichen Einschätzung nacheiszeitlicher Rutschungen sind die einzelnen niederschlagsreichen Perioden (z.B. Atlantikum vor ca. 6000-4000 Jahren) zu beachten. Bei aktiven Rutschungen ist die den Hang bedeckende Vegetation für die Datierung wichtig. Schiefgestellte Bäume sind Anzeichen für momentane Bewegungen, während Säbelwuchs in Kombination mit dem Wuchsalter der Bäume Aufschluss über frühere Bewegungen geben kann. Beim zeitlichen Abschätzen von Rutschungsformen ist generell zu bedenken, dass es sich oft nicht um einmalige Ereignisse handelt, sondern über Jahrhunderte oder Jahrtausende immer wieder Bewegungen stattgefunden haben können.  
 

 

 

 
 
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