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PREM

 
     
  Preliminary Reference Earth Model, ein von Dziewonski und Anderson 1981 eingeführtes radial-symmetrisches Erdmodell, das seismische Geschwindigkeiten, Dichte, Q-Faktor für S-Wellen, Kompressionsmodul, Schermodul, Druck und Schwerebeschleunigung als Funktion des Erdradius bzw. Tiefe angibt. Die Entwicklung von PREM stützte sich auf drei Datengruppen: a) astronomisch-geodätische Daten wie Erdradius, Masse und Trägheitsmoment der Erde, b) etwa 2 Millionen Laufzeitdaten für P-Wellen und 250.000 für S-Wellen und c) Eigenfrequenzen der Eigenschwingungen der Erde sowie ihr Dämpfungsverhalten und Dispersionskurven von Oberflächenwellen. PREM ist ein mittleres Erdmodell, das als Referenzmodell in der seismischen Tomographie dienen kann. Regionale Abweichungen bis zu 10% von den Werten in PREM treten insbesondere in der Erdkruste und im oberen Mantel bis etwa 220 km Tiefe auf. Aus den Daten von Oberflächenwellen ergab sich die Notwendigkeit, seismische Anisotropie im oberen Mantel bis 220 km Tiefe einzuführen, wobei die horizontalen Komponenten der P- und S-Wellengeschwindigkeiten etwa 2-3% höher als die vertikalen Komponenten sind.  
 

 

 

 
 
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