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Eigenschwingung

 
     
  1) Allgemein: Schwingung, die ein System nach einmaliger Anregung von aussen ausführt. Die Frequenz dieser Schwingung nennt man Eigenfrequenz. 2) Klimatologie: In der Atmosphäre schwingt z.B. ein in der Vertikalen ausgelenktes Luftpaket mit der Brunt-Väisälä-Frequenz. 3) Ozeanographie: eine freie Schwingung abgegrenzter Meeresgebiete oder des gesamten Weltozeans. Die möglichen Perioden und die zugehörigen räumlichen Abhängigkeiten der Wasserstände und der Strömungsgeschwindigkeiten der Eigenschwingungen eines Gebietes sind durch dessen Topographie und über die Corioliskraft durch dessen geographische Lage bestimmt. Die für die Gezeiten im Meer bedeutsamsten Eigenschwingungen sind durch die Corioliskraft beeinflusst und werden wesentlich durch die Schwerkraft über die Druckgradientkraft als wichtigste innere Kraft beherrscht. Sie besitzen für den globalen Ozean nach Modellrechnungen eine maximale Periode von etwas über 100 Stunden. Daneben treten in Meeren mit ausgeprägten Tiefenstrukturen und in den grossen Ozeanen entscheidend durch die Corioliskraft geprägte Eigenschwingungen auf.  
 

 

 

 
 
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