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PCP

 
     
  Pentachlorphenol, wirkt als Fungizid, Insektizid und Herbizid und zählt zur Substanzklasse der Organochlorverbindungen. Es hat eine breite Wirkung gegen Pilze, Insekten und auch gegen Unkräuter und stört die oxidative Phosphorylierung in der Zelle. Hauptsächlich wird es als Holzschutzmittel verwendet, es wird daneben noch in verschiedenen Ländern zur Kontrolle von Termiten, als Winterspritzmittel im Steinobst, als Defoliant bei Baumwolle und im begrenzten Umfang als Vorauflaufherbizid verwendet. In Deutschland ist es als Pflanzenschutzmittel nicht mehr zugelassen. PCP sind farblose Kristalle mit einem phenolischen Geruch, der Schmelzpunkt liegt bei 191ºC, der Siedepunkt bei 293,1ºC, der Dampfdruck bei l6 Pa bei l00ºC und die Dichte bei 1,98 g/cm3. Sein MAK-Wert ist 0,5 mg/m3. PCP ist relativ stabil, nicht hygroskopisch und nicht korrosiv in Abwesenheit von Feuchtigkeit. Es wird durch Sonnenlicht zu mehreren Verbindungen metabolisiert. In Bodensuspensionen konnte ein vollständiger Stoffabbau in 72 Tagen festgestellt werden (Laborversuch). In Abwasser können durch Pseudomonas bis zu 200 mg/l ohne nachweisbare toxische Nebenwirkungen bei 30ºC abgebaut werden (Abb.).

PCPPCP: Strukturformel.
 
 

 

 

 
 
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