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Prismenkombination zur Erzeugung linear polarisierten Lichts (Polarisation). Damit wird eine effektive Trennung der senkrecht zueinander linear polarisierten Lichtbündel des ordentlichen Strahls und ausserordentlichen Strahls bewirkt. Es besteht aus zwei optisch einachsigen Kristallprismen, z.B. Spaltrhomboeder aus Calcit. Dazwischen befindet sich eine dünne Schicht eines Materials mit kleinerem Brechungsindex als der des ordentlichen Strahls, meistens Kanadabalsam oder auch Luft. Der Schnitt der Kristallprismen und die Strahlrichtungen sind so gewählt, dass der ordentliche Strahl unter einem Winkel, bei dem er Totalreflexion erfährt, auf die Schicht auftrifft und zur Seite auf die absorbierende Wand der Fassung abgelenkt wird. Der ausserordentliche Strahl sollte möglichst ungebrochen durch Anpassung der Brechungsindizes der Schicht und des ausserordentlichen Strahls durch das Prisma laufen (Abb.). Es gibt noch andere Varianten von Polarisationsprismen nach dem gleichen Prinzip, z.B. nach Hartnack/Praznowski oder nach Glan/Thompson.
Nicolsches Prisma: Nicolsches Prisma aus Spaltrhomboeder des Calcits (So bzw. Se sind die Strahlrichtungen des ordentlichen bzw. ausserordentlichen Strahls). |
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