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Neue Österreichische Tunnelbauweise

 
     
  NÖT, NÖTM, im Jahr 1963 von Rabcewicz eingeführte Bezeichnung für eine Tunnelbaumethode, deren Grundsätze auf Grundlage praktischer Erfahrung und geotechnischer Erkenntnisse entstanden sind. Bei der NÖT wird die Wechselwirkung zwischen Gebirge, Sicherung und Verbau verstärkt berücksichtigt. Das Gebirge wird in den Grundsätzen der NÖT als das wesentlich tragende Bauteil einer Tunnelkonstruktion betrachtet. Ziel ist es daher, die ursprüngliche Gebirgsfestigkeit weitgehend zu erhalten, wobei Gebirgsdeformationen bis zu einem gewissen Grad zugelassen werden, um Formänderungswiderstände hervorzurufen. Der Verbau muss zeitlich so abgestimmt sein, dass die Ausbildung einer Schutzzone gefördert wird, es aber zu keiner entfestigenden Gebirgsdeformation kommt. Deformationsmessungen in der Tunnelröhre während des Baues sind daher ein wichtiger Bestandteil dieser Tunnelbauweise.


Die Sicherung des Gebirges erfolgt i.a. mit Spritzbeton in Verbindung mit Ankern, Bewehrungsmatten und/oder Tunnelbögen, so dass eine hohlraumfreie Verbundkonstruktion zwischen Bauwerk und Gebirge erreicht wird und die Tragwirkung hauptsächlich im Gebirge verbleibt. Um Spannungskonzentrationen zu vermeiden, werden nach den Grundsätzen der NÖT möglichst runde oder ovale Tunnelquerschnitte gewählt. Der Ausbruch soll in möglichst wenigen Zwischenstadien erfolgen, da so unerwünschte Spannungsumlagerungen vermieden werden.
 
 

 

 

 
 
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