| |
Verankerungen, stabförmige Elemente, die auf Zugbeanspruchung ausgelegt sind. Prinzipielle Bauteile sind das Zugelement, welches über einen Ankermechanismus oder durch einen Verpresskörper im Gestein fixiert wird, und der Ankerkopf, der über einen Absetzmechanismus mit der freien Oberfläche des Gebirges verbunden ist und so ein Widerlager für die Spannung des Zugelements bildet. Anker (Abb. 1) können mit Vorspannung (Verspannung von Ankermechanismus und Ankerkopf) oder auch schlaff eingebaut werden. Schlaffe Anker werden im Fall einer Gebirgsdeformation gespannt. Es gibt eine Vielzahl von Ankertypen. Die Einteilung erfolgt nach dem Baugrund (Lockergesteinsanker und Felsanker), der Länge (Langanker und Kurzanker), der Nutzungsdauer (Temporäranker und Daueranker), dem Ankermechanismus (Haftanker und Spreizanker, Abb. 2) oder nach speziellen Bauarten (z.B. Expansionsanker). Die Wirkung eines Ankers beruht auf verschiedenen Mechanismen: a) Verspannung eines Bauteiles oder eines Gebirgsbereiches, b) Dübelwirkung bei der Ankerung von Schichtlagen und c) Ausbildung eines Gebirgstragrings (im Tunnelbau). Anker werden dort eingesetzt, wo Gewichtskonstruktionen durch Verankerungen im Boden oder Fels ersetzt werden können, beispielsweise zur Sicherung von Bauwerken an Hängen gegen Gleiten und Kippen, zur Auftriebssicherung von Grundwassertrögen oder zur Verankerung von Zugseilen.
Anker 1: Aufbau eines Ankers.
Anker 2: Aufbau eines Spreizankers. |
|