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Naumann

 
     
  Einar, schwedischer Hydrobiologe, * 13.8.1891 Hörby (Schweden), † 22.9.1934 Aneboda (Schweden); gilt als einer der Begründer der modernen Limnologie; Studium an der Universität Lund; Promotion 31.5.1917; zunächst Untersuchungen an Sedimenten (Gyttja) im See Tå kern, schwedische Seeerzbildung, gotländische Kalkablagerungen; ab 1913 Leitung des fischereibiologischen Labors in Aneboda, Småland. Seine dortigen produktionsbiologischen Untersuchungen machten den kleinen Ort weltbekannt. Ab Mai 1929 war Naumann Professor für Limnologie an der Universität Lund. Zusammen mit A. Thienemann setzte er sich für eine internationale Limnologenvereinigung ein. Diese gemeinsame Aktivität führte im August 1922 in Kiel zur Gründung der Internationalen Vereinigung für Theoretische und Angewandte Limnologie (SIL). Naumann betrieb angewandte Forschungen auf dem Gebiet der Fischkrankheiten, der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Er schrieb zahlreiche, z.T. grundlegende Veröffentlichungen über biologischen Arbeitsmethoden, zum Stoffhaushalt von Seen und über Sedimente des Süsswassers. Ihm gelang erstmals der Nachweis von Planktonsukzessionen in periodisch geschichteten Sedimentablagerungen und führte die Begriffe "eutroph" und "oligotroph" zur Kennzeichnung von Seentypen ein. Zusammen mit Thienemann entwicklte er die Seentypenlehre weiter.  
 

 

 

 
 
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