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Nacken-Kyropulous-Verfahren

 
     
  Kyropoulos-Verfahren, Kristallzüchtungsmethode, die zu den Verfahren der Schmelzzüchtung gehört. Derartige Verfahren zählen zu den wirtschaftlich wichtigsten Techniken der Einkristallgewinnung. Das Verfahren von Nacken (1915) und Kyropoulos (1926) (Abb.) bedient sich dabei einer Punktkühlung, d.h. die Substanz wird in einem Gefäss aufgeschmolzen und mit Hilfe eines gekühlten Impfkristalles zur Kristallisation gebracht und gleichzeitig aus dem Schmelzgefäss herausgezogen. Als Gefäss dient ein Tiegel, der je nach der zu züchtenden Substanz aus Kieselglas, Korund oder aus Edelmetallen besteht. Um eine homogene Temperaturverteilung zu gewährleisten, lässt man den Keimstab mit dem Kühlfinger rotieren, wodurch ein halbkugelförmiger Einkristall entsteht. Da die Kristalle aus einer überhitzten dünnflüssigen Schmelze von oben nach unten wachsen, kommen sie nicht mit der Tiegelwand in Berührung, wodurch Spannungen und Verunreinigungen weitgehend vermieden werden. Nach dem Nacken-Kyropulous-Verfahren werden vor allem grosse Einkristalle von NaCl und anderen Alkalihalogeniden sowie Erdalkalihalogenidkristalle von Durchmessern bis 50 cm hergestellt. Das Verfahren ist ansonsten vergleichbar mit dem Czochralski-Verfahren. Mineralbildung, Mineralsynthese.

Nacken-Kyropulous-VerfahrenNacken-Kyropulous-Verfahren: Einkristallzüchtung aus schmelzflüssiger Phase nach Nacken und Kyropoulus.
 
 

 

 

 
 
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