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ingenieurbiologische Bauweise, Lebendverbau, Teilbereich des Landschaftsbaus, bei dem wuchsfähige Pflanzen oder Pflanzenteile als Baustoff verwendet werden. Typische Anwendungsgebiete sind die Sicherung von rutschungs- und abbruchgefährdeten Hängen und Böschungen, z.B. bei der Gewässerverbauungen, beim Lawinenschutz (Lawinenschutzpflanzung), zur Sicherung von Böschungen an Verkehrswegen, beim Deichbau oder zur Landgewinnung. Die oberirdischen Pflanzenteile bieten dabei Schutz vor Wind und Wasser, die unterirdischen führen zu einer Verklammerung des lockeren Erd- und Felsmateriales. Je nach den örtlichen Bedingungen kann Rasen eingesät oder Röhricht bzw. Gehölze gepflanzt werden. An steileren Gewässerböschungen oder in Gewässern mit stärkerem Wellenschlag werden Spreitlagen verwendet. Initialpflanzungen an steilen Hängen können durch den Bau von Hangfaschinen (Faschinen) oder Buschlagenbau gesichert werden. Neben der Lebendbauweise zählen zu den ingenieurbiologischen Verfahren auch Hangroste zur Sicherung erosionsgefährdeter Hänge. |
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