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elektrochemische Verfestigung

 
     
  Verfahren zur Verfestigung des Untergrunds. Dabei werden Elektroden in den Boden gebracht und üblicherweise an eine Gleichstromquelle angeschlossen, wobei, basierend auf den elektrokinetischen Hauptphänomenen Elektroosmose und Elektromigration in Verbindung mit elektrochemischen Reaktionen an den Elektroden, der Untergrund verfestigt wird. Bei der Verwendung von Anoden aus Metall können durch Oxidationsprozesse an den Elektroden Metallionen freigesetzt werden, die dann infolge der Transportprozesse mit dem Boden reagieren können und somit zu einer Verfestigung führen. Ein Beispiel ist die Verfestigung mittels Aluminiumanoden. An der Anode bilden sich Aluminiumionen, diese reagieren mit den Ionen des Bodens und bilden unlösliche Aluminiumsalze, die sich im Boden absetzen und den Baugrund bleibend verbessern. Dieses Verfahren kann z.B. zur Verfestigung von Tonen mit hohem Wassergehalt angewendet werden. Ein weiteres Beispiel ist die Elektroinjektion. Das Injektionsmittel wird der als Filter ausgebildeten Anode zugegeben. Die Chemikalien wandern durch die elektrokinetischen Transportprozesse in den Boden. Dabei reagieren die Ionen der zugegebenen Lösung mit den Ionen des Bodens. Verwendet man Lösungen auf Silicatbasis, so bilden sich im Boden Gele, die den Baugrund verfestigen.


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