Lexikon Geologie Geografie Geowissenschaften  
Suche :        
   A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   #   

 

 
 

Grundmoräne

 
     
  vom Eis (Gletscher oder Eisschild) abgelagerte Untermoräne (Moräne Abb.). Die Ablagerung erfolgt, wenn die Eisbewegung im Zungenrandgebiet zum Stillstand kommt oder bei starker Anreicherung des Eises mit Untermoränenmaterial, was fast ausschliesslich beim Inlandeis vorkommt. Bestandteile der Grundmoräne sind Korngrössen aller Klassen, die gemischt, d.h. weitgehend unsortiert und ungeschichtet vorkommen. Diese bilden den Geschiebelehm oder Geschiebemergel, in den die Geschiebe eingebettet sind. Die Grundmoräne tritt nach dem Abschmelzen des Eises zu Tage und bildet, wenn das Eis über der Grundmoräne nahezu bewegungslos niedertaut, eine schwach reliefierte Grundmoränenlandschaft aus, die sog. flache Grundmoräne. Im Gegensatz dazu entsteht die kuppige Grundmoräne, wenn Stauchungen, Überfahrungen kleinerer älterer Endmoränen und Einlagerung von Toteis vorkommen. Kuppige Grundmoräne bildet sich auch, wenn beim Überfahren älterer Grundmoränen mit erneut vorstossenden Eismassen Drumlins entstehen. Häufig bilden sich zahlreiche Wasserflächen unterschiedlichster Grösse in den mit Geschiebelehm abgedichteten, flachen Mulden oder den Hohlformen des ausgetauten Toteises (Soll). Die Grundmoräne ist der am weitesten verbreitete Moränentyp und bildet zusammen mit der Endmoräne die charakteristische Form der glazialen Akkumulation in Moränenlandschaften.  
 

 

 

 
 
Ein Bookmark auf diese Seite setzen:
 
 

 

 

 
 
<< vorheriger Begriff
 
nächster Begriff >>
Grundmassstab
 
Grundmoränenlandschaft
 
     

Weitere Begriffe : metamorphe Fazies Deutsche Wissenschaftliche Kommission für Meeresforschung Nicolaysendiagramm

 

 
Startseite GeoDZ
Copyright © 2010 GeoDZ.com. All rights reserved.  Nutzungsbedingungen  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum