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Geest

 
     
  typische Altmoränenlandschaft der vorletzt-kaltzeitlichen Saale-Vereisung im nordwestlichen Mitteleuropa (Saale-Kaltzeit). Ein Beispiel stellt die schleswig-holsteinische Geest dar, welche sich in die höher gelegene sog. hohe Geest und die niedere Geest untergliedern lässt. Während die hohe Geest aus den periglazial überprägten Altmoränen mit flachem Kuppenrelief besteht, wird die niedere Geest von Sanderflächen (Sander) der letzt-kaltzeitlichen Weichselvereisung gebildet (Weichsel-Kaltzeit), welche in die Senken zwischen den Altmoränen geschüttet wurden. Geestböden sind entsprechend ihrem Ausgangssubstrat überwiegend sandige Böden, weitgehend entkalkt, nährstoffarm und haben daher eine geringe Ertragsfähigkeit. Hauptbodentyp ist der Podsol. Nach Rodung und Verdrängung des natürlichen Laubmischwaldes haben sich auf den nährstoffarmen Standorten, unter dem Einfluss der Weide- und Plaggenwirtschaft (Plaggen), Zwergstrauchheiden und Kiefernheiden ausgebreitet. Sie repräsentieren den Typ der Heidelandschaft, der als alte und bedrohte Kulturlandschaft unter Schutz gestellt ist, wie z.B. die Lüneburger Heide. Grosse Teile der Geest sind heute mit Kiefernforsten bestanden.  
 

 

 

 
 
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