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Pflanzenformation der Zwergsträucher, einer Lebensform ausdauernder, strauchartig verzweigter Holzgewächse, die auch im ausgewachsenen Stadium nur ca. 0,5 m Höhe erreichen und denen Stamm und Krone fehlen. Zwergstrauchheiden kommen klimatisch bedingt im Übergang zwischen von Wald und Grasland dominierten Vegetationszonen vor (Steppe, Tundra) oder aber, anthropogen bedingt, durch Niedrighalten von Holzgewächsen bei der Landnutzung. Die Zwergstrauchheide wird im europäischen Bereich vom Heidekraut (Calluna) dominiert und ist geprägt von immergrünen Gewächsen. Im nördlichen Mitteleuropa entstand die Zwergstrauchheide auf bodensauren Waldstandorten, denen der Mensch über lange Zeit Nährstoffe entzogen hat (Beweidung, Entfernung von Plaggen). In der subalpinen Stufe wurde die Zwergstrauchheiden v.a. durch Beweidung und Rodung ehemaliger Fichten- und Lärchenwälder ausgedehnt (Herabsetzung der Waldgrenze). |
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