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Forsterit

 
     
  Boltenit, Magnesia-Olivin, nach J.R. Forster benanntes Mg-reiches Endglied der Olivin-Mischkristallreihe (Olivin) MgSiO4-Fe2SiO4 (Abb.); chemische Formel: Mg2[SiO4]; rhombisch-dipyramidale Kristallform; Farbe: gelb, grau, grün, auch farblos; Glasglanz; durchsichtig, aber auch trüb; Strich: weiss; Härte nach Mohs: 6,5-7; Dichte: 3,3 g/cm3; Spaltbarkeit: deutlich nach (010); Bruch: muschelig; Aggregate: locker- bis feinkörnig, auch dicht; vor dem Lötrohr unschmelzbar; in Salzsäure unlöslich; Begleiter: Serpentin, Chondrodit, Klinohumit, Brucit, Spinell; Vorkommen: in kontaktmetamorphen Gesteinen (Dolomit und Kalke) sowie in Marmoren; Fundorte: Snarum (Norwegen), in Auswürflingen des Monte Somma (Italien), Nasjam (Ural).


Ausschliesslich aus Olivin bestehende Gesteine mit geringem Eisengehalt, die unverändert oder nur teilweise serpentinisiert sind, bilden einen hochwertigen Rohstoff für die Herstellung feuerfester Erzeugnisse. Da bei ihrer Herstellung unter den Bedingungen des oxidierenden Röstens Eisen als Magnetit abgetrennt wird, ist es sehr wichtig, dass im Ausgangsstoff nur eine minimale Menge Eisen vorhanden ist und dass das Mol-Verhältnis MgO:SiO2 dem Wert 2 nahekommt. Anderenfalls bildet sich beim Rösten neben dem Forsterit der kieselsäurereichere Enstatit, der eine geringere Feuerfestigkeit besitzt.

ForsteritForsterit: Forsteritkristall mit Spaltbarkeit nach (010).
 
 

 

 

 
 
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