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Flächenmethode

 
     
  Arealmethode, eine auf die topologische Raumstruktur Fläche bezogene kartographische Darstellungsmethode, bei der Flächenobjekte (Diskreta) als qualitative Darstellung mittels Flächenkartenzeichen wiedergegeben werden. Sie führt zum Kartentyp der Mosaikkarte. Verschiedentlich wird der Begriff der Flächenmethode auf die Darstellung wirklicher (absoluter) Vorkommen (Objektflächen) eingegrenzt und die Darstellung von nur als Fläche aufgefassten (relativen) Vorkommen (Verbreitungsflächen, Pseudoarealen) als Flächenmittelwertmethode bezeichnet. Auch die definitionsmässige Eingrenzung auf Strukturen inselhaft isolierter Areale ist üblich. Im Sinne der Gattungsmosaiken nach Eduard Imhof (kartographische Gefüge) bezieht sich die Flächenmethode auf die Darstellung aller qualitativ flächenhaften Diskreta, wobei entsprechend den unterschiedlichen flächenhaften Erscheinungen des Georaums durchaus Differenzierungen möglich sind. Viele geowissenschaftliche Karten sind nach der Flächenmethode gestaltet. Die Gestaltungsmittel für die Flächenmethode sind vielfältig. Neben der Begrenzung mittels Kontur kommen verschiedene Arten der Flächenfüllung zum Einsatz, die von Farbflächen über Flächenmuster bis zur Bezeichnung des Flächenobjekts mittels eines Namens in Arealstellung (Schriftplazierung) reichen. Bei Überlagerung verschiedener Inhaltsmerkmale lassen sich diese kombinieren. Für die klare, verständliche und logische Wiedergabe der Flächengefüge sind bestimmte Regeln einzuhalten. So sind kleine Flächenstücke mit intensiveren Farben bzw. Tonwerten zu belegen, grossflächige Bereiche hingegen mit blasseren (Farbhelligkeit). Ist die sachliche Abgrenzung der Merkmale der Einzelflächen nicht exakt möglich, so sollte diese Unschärfe durch Weglassen der Kontur, Farbübergänge u.ä. ausgedrückt werden. Für echte Durchdringungsund Mischgebiete kommen graphische Lösungen von sich durchdringenden geometrischen Figuren, zumeist Streifen, oder die gesonderte Ausgrenzung des Mischgebietes in Frage (Abb.). Über die unterschiedliche Breite der Streifen eines Mischgebiets können Informationen zu den quantitativen Anteilen der Einzelkomponenten ausgedrückt werden. Die Generalisierung von Flächen und Flächengefügen kann nach unterschiedlichen Aspekten erfolgen. Flächenproportionalität sollte möglichst erhalten bleiben. Thema und Zweck der Karte stehen bei der thematischen Generalisierung von Karten nach der Flächenmethode im Vordergrund. Der Flächenmethode verwandt ist die Anwendung von flächenproportionalen Mengenpunkten für flächenhafte Objekte (Punktmethode).




FlächenmethodeFlächenmethode: Möglichkeiten zur Darstellung von Mischgebieten: a) streifenartige Durchdringung, b) Überlappung, c) gesonderte Ausgrenzung des Mischgebietes.
 
 

 

 

 
 
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