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Punktmethode

 
     
  eine kartographische Darstellungsmethode, die zur Wiedergabe der räumlichen Verteilung von wert- und/oder mengenmässig fassbaren Sachverhalten einfachste graphische Figuren in einer Grössenordnung benutzt, die es gestattet, sie unabhängig von ihrer Gestalt als Punkt wahrzunehmen.Die Methode eignet sich besonders zur Darstellung regional differenzierter Mengenverteilung. Die Anordnung der Punkte auf der Fläche erfolgt entweder schematisch innerhalb von Bezugsflächen oder sie erfasst das tatsächliche Verteilungsbild so exakt, wie mit dem gegebenen Punktwert möglich. Im ersten Fall ergibt sich ein statistisches Verbreitungsbild in Form eines Punktkartogramms, im zweiten Fall entsteht eine Karte in Punktmanier, die auch als Punktkarte bezeichnet wird. Als graphische Ausdrucksmittel dienen Kleinfiguren (»Punkte«) in Form von Kreisscheiben oder Quadraten zwischen 0,3 und 2 mm (Abb.). Über die gewählte Punktgrösse und den Punktwert wird für einen bestimmten Massstab die graphische Kartenbelastung festgelegt. Damit liefert die Punktmethode stets auch eine Dichtedarstellung in Form von Dichtepunkten. Um grosse Dichteunterschiede auszudrücken werden manchmal zwei oder drei Punktgrössen mit unterschiedlichem Punktwert oder kontinuierlich wachsenden Punkten benutzt. Bei noch weiterer Differenzierung der Punktwerte und punktbezogener Objektlokalisierung erfolgt der Übergang zu den Mengensignaturen. Zur Wiedergabe von Flächenwerten ist es zweckmässig, Punktwert und Punktgrösse nach dem Kartenmassstab flächenproportional festzulegen (Beispiel: 1:100.000, 1 Punkt von 1 mm2 entspricht 1 ha; 1 Punkt von 0,25 mm2 entspricht 25 ha). Die Darstellung ist dann zugleich ein Grenzfall der Flächenmethode. Nach Möglichkeit sollte in einer Karte nur ein Sachverhalt nach der Punktmethode dargestellt werden. Werden mehrere Objekte in einer Darstellung vereinigt, so genügt die Unterscheidung durch unterschiedliche Punktformen nicht, es müssen unterschiedliche Farben benutzt werden. Aber auch dann sollten sich die Dichtezentren nicht durchdringen. Meist sind getrennte Darstellungen günstiger.

PunktmethodePunktmethode: Prinzip der Punktmethode; a) mit unterschiedlichen Punktwerten; b) mit unterschiedlichen Punktgrössen.
 
 

 

 

 
 
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