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Fettwiese

 
     
  allgemeiner Begriff für eine i.d.R. pflanzenartenarme Wiese mit hoher Produktivität auf nährstoffreichen (="fetten") Böden. Fettwiesen können, im Gegensatz zur Magerwiese, mindestens dreimal im Jahr gemäht werden, daneben ist auch Beweidung möglich. Zu ihrer dauerhaften Erhaltung erfordern Fettwiesen eine regelmässige, starke Düngung, wobei mit zunehmender Düngung und Nutzung eine Artenverarmung einsetzt, da nur die Pflanzen überleben können, welche auf diese Extrembedingungen spezialisiert sind (besonders schnell- und starkwüchsige Gräser wie Knäuelgras, Dactylis glomerata und Englisches Raygras, Lolium perenne). Mit zunehmender Meereshöhe werden die Wiesen artenreicher, da der Anteil an Kräutern und weniger wüchsigen Mittelgräsern zunimmt. Dies ist bedingt durch eine kürzere Vegetationsperiode, höhere Niederschläge und Bodenauswaschung (damit Nährstoffverluste) sowie meist geringere Bewirtschaftungsintensität infolge der schwierigeren Reliefverhältnisse. Als Charakterarten der Fettwiese gelten in Mitteleuropa in Tieflagen der Glatthafer (Arrhenatherum elatius) in Wiesen und Englisches Raygras und der Weissklee (Trifolium repens) in Fettweiden, in höheren Lagen der Goldhafer (Trisetum flavescens).  
 

 

 

 
 
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