penetration depth, skin depth, Tiefe, bis zu welcher der Energieimpuls eines bildgebenden Radar-Sensors unter die Oberfläche des abzubildenden Materials eindringt. Die Eindringtiefe ist abhängig von der Wellenlänge und der komplexen Dielektrizitätskonstante, welche wiederum vom Wassergehalt des Materials bestimmt wird. Je geringer die Dielektrizitätskonstante und je länger die Wellenlänge ist, desto grösser ist die Eindringtiefe. Als aus komplexen empirischen Formeln abgeleitete Faustregel kann gelten, dass bei trockener Vegetation bzw. trockenem Boden die Eindringtiefe rund die halbe Wellenlänge beträgt (Abb.). Allerdings wurden bei sehr trockenen Sanden mit L-Band-Radar bereits Eindringtiefen bis zu zwei, drei Metern erzielt. Dieses Phänomen konnte u.a. dazu verwendet werden, um mittels Weltraum-Radaraufnahmen vom Space Shuttle (Raumfähre Columbia) aus fossile Entwässerungssysteme unter der rezenten Sandbedeckung der Sahara zu kartieren.