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Farbbrechungsstereoskopie, in der Fernerkundung und Kartographie benutztes Verfahren der 3D-Visualisierung auf der Basis von spektraler Farbhöhencodierung, wellenlängenabhängiger Lichtbrechung und chromatischer Aberration, bei der mittels Mikroprismenbrillen eine Farbdarstellung in zwei virtuelle Stereopartner aufgespalten wird. Dabei werden in Abhängigkeit von den zugeordneten Höhenfarben durch die unterschiedliche Brechung Parallaxen gebildet. Die durch die Folienbrillen generierten Teilbilder werden wie bei der normalen Stereoskopie mental zu einem plastischen Stereomodell verschmolzen. Dies geschieht bei verlaufender Farbgebung als Reliefkontinuum, ansonsten in Stufen. Die Chromostereoskopie wurde verstärkt für die Darstellung verschiedener Fernerkundungsbilddaten, aber auch einfacher kartographischer Sachverhalte verwendet, konnte sich aber wegen der letztlich zu eingeschränkten Möglichkeiten sowie der für die Stereobetrachtung notwendigen Brillen nicht durchsetzen. |
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