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Amphidromie

 
     
  Drehwelle, eine Schwingung, die sich durch einen hubfreien Knotenpunkt und durch von diesem ausgehende Linien gleicher Phasen auszeichnet. Alle Phasen des Wasserstandes (z.B. Hoch- und Niedrigwasser) umlaufen den Knotenpunkt innerhalb einer Periode im Sinne einer Drehwelle einmal. Es sind je nach Entstehung sowohl links- als auch rechtsdrehende Umläufe möglich. Die Überlagerung je einer stehenden Welle in Längs- und Querrichtung eines Meeresbeckens, die die gleiche Periode und einen Phasenunterschied von einem Viertel dieser Periode besitzt, führt zu einer Amphidromie. Ein solcher Phasenunterschied bei senkrecht zueinander erfolgenden Bewegungen wird auf der rotierenden Erde durch die rechts- (Nordhalbkugel) bzw. linksablenkende (Südhalbkugel) Wirkung der Corioliskraft hervorgerufen. Die Schwingungsbilder von Eigenschwingungen und von Gezeiten mit Perioden in der Grössenordnung eines halben Pendeltages sind von Amphidromien beherrscht.  
 

 

 

 
 
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