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Verfahren, um den primären Spannungszustand im Gebirge zu bestimmen. Hierzu wird im Tiefsten einer Bohrung eine 60 bis 70 cm lange Pilotbohrung mit einem Durchmesser von 39 mm als Kernbohrung hergestellt, in welche eine Triaxialzelle eingeklebt wird. Nach dem Aushärten des Klebers wird die Triaxialzelle überbohrt, wodurch der Kern mitsamt der Zelle entspannt wird (Abb.). Die durch die Entspannung des Kernes bedingten Dehnungen werden mit der Triaxialzelle gemessen. Die Ermittlung der Gebirgsspannungen aus den Versuchsergebnissen setzt
ein linear elastisches, isotropes Gebirgsverhalten sowie die Kenntnis seines Elastizitätsmoduls E und
der Poisson-Zahl ν (Poisson-Verhältnis) voraus. Die gemessenen Dehnungskomponenten Îα,β sind mit den Komponenten σx,σy,σz,Ï„yz,Ï„xz und Ï„xy des Spannungstensors durch folgende Beziehung
verknüpft: Îα,β=Axxσx+Ayyσy+Azzσz+AyzÏ„yz+AxzÏ„xz+AxyÏ„xy,
wobei die Gleichungen für die A-Koeffizienten aus der Theorie der elastischen, unendlich
ausgedehnten, gelochten Scheibe abgeleitet werden können. Beispielsweise ist:
sofern isotropes Spannungsdehnungsverhalten zugrunde liegt.
Überbohrmethode: Messprinzip der Überbohrmethode. |
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