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Triaxialzelle

 
     
  ein Gerät, um den Spannungszustand im Gebirge nach der Überbohrmethode zu messen. Die am häufigste eingesetzte Zelle besteht aus einem Kunststoffrohr, in dem neun Dehnungsmessstreifen eingebettet sind. Diese Zelle wird in einem Pilotbohrloch in Kunststoffinjektionsgut eingebettet und nach dem Aushärten mit einer Überbohrkrone (Triaxialzelle
146 mm) freigebohrt, wobei vor, während und nach dem Bohrvorgang kontinuierlich die Bohrlochdurchmesseränderung gemessen wird. Die Dehnungsmessstreifen sind so angeordnet, dass drei Streifen in Ringrichtung, zwei in Axialrichtung und vier unter ±45º zur Bohrlochachse zu liegen kommen (Abb.). Jeder Messstreifen ist 10 mm lang, um gross im Vergleich zur Körnung des Gesteins zu sein. Durch Anordnung und Grösse ist gewährleistet, dass eine realistische Messung des kompletten Spannungstensors möglich ist. Um die Triaxialzelle im Bohrloch zu injizieren, wird sie mit einem Zweikomponentenkleber gefüllt und dieser durch zwei Öffnungen mit Hilfe eines zylinderförmigen Stössels ausgepresst, so dass der Hohlraum zwischen Messzelle und Bohrlochwand gänzlich verfüllt ist. Die Wanddicke der Füllung beträgt im Normalfall 1,5 mm.

TriaxialzelleTriaxialzelle: Anordnung der Dehnungsmessstreifen in der Triaxialzelle.
 
 

 

 

 
 
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