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physiographische Methode

 
     
  die von E. Raisz in den USA entwickelte und 1937 erstmals angewandte Methode der Reliefdarstellung mit Aufrisssymbolen für typisierte Reliefformen beruht auf instruktiven Blockbildern der Geomorphologie-Schule von W.M. Davis zur Veranschaulichung der Reliefentwicklung. Raisz verwendete stilisierte Aufrisszeichnungen, die er auf der Grundlage des Gewässernetzes fein strukturiert lokalisierte, womit die geomorphologisch bestimmten Landschaftsformen graphisch ausdrucksvoll veranschaulicht werden. Markante Formen (Steilstufen, Vulkankegel, Schluchten) werden lagerichtig und mehr oder weniger individualisiert gestaltet. Teilweise zeigt die Zeichnung Ähnlichkeit mit gescharten Profillinien, wie sie bei der Geländeschrägschnitt-Darstellung benutzt werden. Als Bearbeitungsgrundlagen nutzte E. Raisz kleinmassstäbige Luftbilder und topographische Karten im Flugzeug zur unmittelbaren Kartierung. Die vergrösserte Reinzeichnung mit Tusche wird auf den Herausgabemassstab verkleinert. Seit den 1970er Jahren stehen als Ausgangsmaterial Satellitenbilder zur Verfügung. Diese wirkungsvolle Methode zur Veranschaulichung des Reliefs mit Gewässernetz verträgt nur eine massvolle Beschriftung und ein lichtes Liniennetz (Grenzen). Der Eignungsbereich als Relieftypenkarte reicht von etwa 1:200.000 bis 1:4.000.000, kleinere Massstäbe führen zu manierhafter schematischer Darstellung.  
 

 

 

 
 
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