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internationale Polbewegungsmessungen

 
     
  systematische Beobachtungen zur Messung der Polbewegung. Erstmals organisiert wurden sie von der Internationalen Kommission für Geodäsie (ICG), auf deren Initiative ab Januar 1889 in Berlin, Potsdam und Prag gleichzeitig Breitenbeobachtungen durchgeführt wurden. Die endgültige Bestätigung der Existenz von Polschwankungen brachten im Jahr 1891 Breitenmessungen in Honolulu, dessen Länge um ungefähr 180º von den europäischen Stationen verschieden ist. Man erhielt in Honolulu dieselben Breitenvariationen wie in Europa, allerdings mit entgegengesetztem Vorzeichen. Dies war der Beweis, dass die gemessenen Breitenvariationen auf eine Bewegung des Pols und nicht auf lokale Effekte zurückzuführen sind. Als Folge dieser ersten Polbewegungsmessungen wurde der International Latitude Service (ILS) eingerichtet. Ab 1962 wurden die Polkoordinaten vom International Polar Motion Service (IPMS) und dem Bureau International de l'Heure (BIH) bestimmt und veröffentlicht. Diese beiden Einrichtungen mündeten am 1. Januar 1988 in den International Earth Rotation Service (IERS) ein. Während die Polbewegungsmessungen über viele Jahrzehnte mit astronomischen Methoden erfolgten, werden sie heute beinahe ausschliesslich mit modernen geodätischen Weltraumverfahren, wie z.B. Radiointerferometrie, SLR, LLR, GPS u.a. durchgeführt.  
 

 

 

 
 
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