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periodische Schwankung der Rotations-, Drehimpuls- und
Figurenachse der Erde, hervorgerufen durch zeitlich variierende Drehmomente. Diese kommen durch
veränderliche gravitative Wirkungen von Mond, Sonne und Planeten auf die abgeplattete Erde
zustande. Der dominante Beitrag kommt dadurch zustande, dass die Mondbahnebene um ca. 5º
gegen die Ekliptik geneigt ist. Dies führt zu periodischen Schwankungen des Himmelsäquators gegen
die Ekliptik, die sogenannte Nutation in der Schiefe (ΔÎ). Die astronomische Nutation kommt auch
teilweise dadurch zustande, dass die Erdbahn um die Sonne und die Mondbahn um die Erde
exzentrisch sind. Dies führt zur Nutation in der Länge (Δψ). Theoretische Werte für ΔΠund Δψ werden
mit Hilfe von Nutationsreihen berechnet. Differenzen zu errechneten Werten (offsets) können
experimentell mit Hilfe der Radiointerferometrie bestimmt werden. |
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