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ionare Kristallstruktur, für die der Quotient p = z/n aus der Ladungszahl z eines Kations und der Anzahl n der Anionen der Ladungszahl y, die das Kation koordinieren, grösser als y/2 ist. In diesem Fall wird durch ein benachbartes Kation schon der grösste Teil der Anionenladung kompensiert; der verbleibende Rest dient der Bindung weiterer Kationen. Ein Beispiel ist Calcit, CaCO3, in dem das Kohlenstoffatom von drei Sauerstoffatomen umgeben ist und mit diesen einen Komplex [CO3]2-bildet, der in sich stärker gebunden ist, als seine Kontakte zu den anderen Teilen der Kristallstruktur. Typisch für anisodesmische Kristallstrukturen ist das Vorliegen isolierter Komplexe, die oft kovalente Bindungsanteile besitzen. |
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