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Trompetentälchen

 
     
  Sequenz von ineinander geschachtelten kleinen Tälern auf fluvioglazialen Schwemmfächern, wobei sich die Tälchen in den jeweils älteren Fächer einschnitten und unterhalb einen neuen, jüngeren aufbauten, in den sich nachfolgend erneut fluvioglaziale Schmelzwasser einschnitten (Abb.). Die Schwemmfächer korrespondieren mit Perioden, die Stillstandsphasen oder kurzzeitiges Wiedervorrücken während des allgemeinen Abschmelzens der Gletscher und des Zurückweichens des Eisrandes repräsentieren (Eiszeit). Der Begriff zeigt exemplarisch die Anbindung von fluvioglazialen Schüttungen an die glazialen Ablagerungen (Endmoränen). Trompetentälchen sind im Bereich der ehemaligen alpinen Vorlandvergletscherung im Alpenvorland zu finden. Beispiele sind das Würmtal und das Isartal bei ihrem Austritt aus den würmzeitlichen Endmoränen südlich von München.

TrompetentälchenTrompetentälchen: Drei Eisrückzugsstadien mit drei Endmoränen und den dazugehörenden fluvioglazialen Schwemmkegeln: Zum äusseren Endmoränenwall gehört der älteste Schwemmkegel, in den sich die Schmelzwässer zur Zeit des mittleren Endmoränenwalles eingeschnitten haben und den mittleren Schwemmkegel bildeten. Die innere Endmoräne korreliert mit dem jüngsten Schwemmkegel, dessen Bach sich wiederum in den mittleren Schwemmkegel eingeschnitten hat. Nach der Form werden sie als Trompetentälchen bezeichnet.
 
 

 

 

 
 
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