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Tidekurve

 
     
  Ganglinie des Wasserstandes an einem bestimmten Ort im Tidegebiet. Die Abbildung zeigt das Schema einer Tidekurve mit den halbtägigen Gezeiten. Die jeweiligen oberen Grenzwerte werden als Tidehochwasser oder als Tidehochwasserstand Thw, die unteren als Tideniedrigwasser oder Tideniedrigwasserstand Tnw bezeichnet (gewässerkundliche Hauptwerte). Zu diesen Wasserständen gehören Eintrittszeiten, die Tidehochwasserzeit und die Tideniedrigwasserzeit. Flut ist das Steigen des Wassers vom Tnw zum folgenden Thw, Ebbe das Fallen des Wassers vom Thw zum folgenden Tnw. Die entsprechenden Teile der Tidekurve werden als Flutast bzw. Ebbeast, die entsprechenden Zeitspannen als Flutdauer TF bzw. Ebbedauer TE bezeichnet. Die Tidedauer TT ist die Zeitspanne zwischen zwei aufeinanderfolgenden Thw oder Tnw. Unter normalen Verhältnissen ist in den Tideflüssen TE meistens grösser als TF, und zwar um so mehr, je weiter der Beobachtungspunkt stromaufwärts liegt (Tidestrom). Der Höhenunterschied zwischen Tnw und dem folgenden Thw wird als Tidestieg, der zwischen Thw und dem folgen Tnw als Tidefall bezeichnet. Der mittlere Höhenunterscheid zwischen Thw und den beiden benachbarten Tnw ist der Tidehub Thb. Der Wasserstand bei halben Tidehub ist Tidehalbwasser oder Tidehalbwasserstand T1/2w, der Wasserstand der waagerechten Schwerlinie einer Tidekurve ist Tidemittelwasser oder Tidemittelwasserstand Tmw. Im allgemeinen Fall ist Tmw höher als T1/2w.  
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : Redoxsysteme Ichnotextur Strunium

 

 
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