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Teersand

 
     
  Anreicherung von Schweröl in meist oberflächennahen Sanden, hervorgegangen aus Erdöllagerstätten, in die meteorisches Wasser eingedrungen ist und deren Kohlenwasserstoffe durch Abwandern der leicht flüchtigen (niedrig siedenden) Anteile, Oxidation, Auswaschen und biologischen Abbau nicht mehr fliessfähig sind. Die Bezeichnung Teersande ist historisch bedingt und nicht korrekt, da es sich um Bitumen handelt und nicht um Teer, das bei trockener Destillation aus Holz oder Kohle entsteht und andere Kohlenwasserstoffe enthält (Aromate). Aufgrund hoher Kosten für Abbau und Prozessieren (Trennung der Kohlenwasserstoffe vom Gestein) werden Teersande bisher wenig genutzt, sie stellen jedoch eine wichtige Kohlenwasserstoffreserve für die Zukunft dar. Bekannte Vorkommen in Deutschland sind die Teersande aus der Unterkreide von Wietze bei Hannover (früher in Abbau), das grösste Vorkommen weltweit sind die kreidezeitlichen Athabasca-Teersande aus der Provinz Alberta in Kanada (bergmännische Gewinnung im Tagebau, Extraktion der Kohlenwasserstoffe mit Dampf oder Heisswasser).  
 

 

 

 
 
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