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Fission-Track-Methode, Partikelspurmethode, Methode der physikalischen Altersbestimmung, welche die Häufigkeit anätzbarer Spuren in Mineralen und Gläsern zur Datierung ausnutzt. Solche Spuren entstehen z.B. durch den spontanen Zerfall des 238U, dessen Halbwertszeit bei diesem Prozess ca. 1015 Jahre beträgt. Dabei werden u.a. schwere Kernfragmente freigesetzt, die im Kristall durch die starke Ionisierung Spuren hinterlassen. Trotz der langen Halbwertszeit ist durch Nachweis eines jeden Zerfallsereignisses eine Datierung möglich. Durch Ätzen werden die Spuren erweitert und deren Anzahl pro Fläche der angeschliffenen Probe mikroskopisch bestimmt. Nach Ermittlung des Gehaltes an 238U kann das Alter berechnet werden. Eine thermisch bedingte partielle Ausheilung der Spuren kann durch deren Grössenvermessung und Vergleich mit künstlich induzierten Spuren korrigiert werden. Die Spaltspurendatierung wird für Minerale und Gläser mit Altern zwischen wenigen Hundert bis mehrere Mio. Jahre angewandt, wobei geringere Urangehalte die Bestimmung höherer Probenalter erlauben. Die Strahlenschäden erhält man nur bei relativ niedrigen Temperaturen, und sie datierten damit den Zeitpunkt des Erreichens einer relativ niedrigen Temperatur, wie z.B. bei der Gebirgshebung (Hebungsalter). Bei höheren Temperaturen heilen Spaltspuren wieder aus. |
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