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Sonnenfinsternis

 
     
  zeitlich begrenztes, vollständiges oder teilweises Verschwinden der Sonnenscheibe. Die Sonne beleuchtet alle Planeten und Monde, von denen dann ein Schatten in den Raum geworfen wird. Wenn ein anderer Himmelskörper diesen Schatten kreuzt, verfinstert sich aus seinem Blickwinkel die Sonne. Für die Erde tritt dieser Fall ein, wenn sie mit Sonne und Mond exakt auf einer Linie liegt. Da der Umfang des Mondes und der der Sonne von der Erde aus gleich scheint, kommt es zu einer totalen Sonnenfinsternis. Der Rand des Mondes ist durch seine Morphologie aber nicht glatt, so dass durch die Gebirge und Täler immer noch Sonnenstrahlen durchdringen können. Diese Erscheinungen der letzten Sonnenlichter nennt man Perlenschnur. Wenn die Sonne komplett abgedeckt ist, ist der Strahlenkranz der Sonne, die Korona, zu sehen. Dieser Strahlenkranz wird von Protuberanzen, von der Sonne ausgehende glühende Gasmassen, begleitet. Während der totalen Finsternis sinkt die Temperatur auf der Erde um ca. 6ºC und es kommt durch die Temperaturunterschiede zu erhöhten Windgeschwindigkeiten. Der Mondschatten bewegt sich mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 600 m/s über die Erdoberfläche. Das bedeutet bei einem festen Beobachtungsplatz eine maximale Beobachtungsdauer von ca. 7,5 Minuten. Da der Schatten des Mondes aber nicht nur aus einem zentralen Kernschatten (max. 300 km breit) besteht, sondern auch noch ein ringförmiger Halbschatten existiert, kommt es in diesem Halbschattenbereich (Randbereich) zu einer partiellen Sonnenfinsternis. Der Mondschatten wandert von Westen nach Osten über die Erde. Ein Sonderfall tritt ein, wenn sich der Mond in seinem erdfernsten Brennpunkt befindet (ca. 405.500 km). In diesem Fall reicht der Schatten des Mondes nicht mehr aus, um die Sonne vollständig abzudecken, und es kommt zu einer ringförmigen Finsternis. Die eine totale Sonnenfinsternis bedingende Stellung der drei Gestirne tritt für einen bestimmten Ort auf der Erdoberfläche etwa alle 200 Jahre ein.  
 

 

 

 
 
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