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Sonnenflecken

 
     
  relativ kalte und somit dunkel erscheinende Areale auf der sichtbaren Sonnenoberfläche, der Photosphäre (Fleckenkern=Umbra, ca. 4500 K, Peripherie=Penumbra, ca. 5500 K, dagegen ungestörte Photosphäre, ca. 6000 K); Grössenbereich 2000-40.000 km, meist in Gruppen auftretend. Sie sind mit magnetischen Anomalien verbunden und stets von Sonneneruptionen begleitet, die physikalisch durch aus- und eintretende magnetische Flussröhren erzeugt werden. Sie sind die Oberflächenerscheinungen von inneren Massenbewegungen, die den solaren Dynamo konstituieren. Ihr Entstehungsmechanismus ist noch nicht völlig geklärt. Die Sonnenflecken wurden 1610 von J. Fabricius (1587-1615) mit Hilfe eines der ersten Fernrohre entdeckt und sind seit dieser Zeit dokumentiert. Erst zweieinhalb Jahrhunderte später hat man ihre 11- bzw. 22jährige Periodizität entdeckt (Sonnenzyklus). Sie bilden zusammen mit den Sonneneruptionen Protuberanzen, das auffälligste Merkmal der solaren Aktivität. Quantitativ werden sie durch die von E. Wolf (1848) eingeführten Sonnenflecken-Relativzahlen gekennzeichnet.  
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : Anpassung Eiszapfen Ufervegetation

 

 
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