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Salzlagerstätten

 
     
  Sammelbegriff für Lagerstätten aus der Gruppe der leichtlöslichen Mineralien aus der Abfolge der chemischen Sedimente (chemische Sedimente und Sedimentgesteine), entstanden durch die Ausscheidung gelöster Stoffe beim Verdunsten von Wasser. Den Hauptanteil nehmen die durch die Verdunstung von Meerwasser entstandenen Lagerstätten von Steinsalz (Steinsalzlagerstätten) und Kalisalzen ein, die in der gesamten Schichtenfolge des Phanerozoikums anzutreffen sind mit einer Häufung im Perm und Tertiär. Besonders wichtige Produzenten für Stein-und Kalisalze sind Deutschland, USA, Kanada und Russland; in Ländern mit warmem Klima wird Meerwasser über die Eindampfung durch die Sonne zur Salzgewinnung genutzt. Im terrestrischen Milieu können bei der Eindampfung von Süsswasser in abflusslosen Senken Salzanreicherungen sehr unterschiedlicher Zusammensetzung in Abhängigkeit von den durch Verwitterung (und eventuellen vulkanischen Exhalationen) angebotenen leichtlöslichen Stoffen entstehen. Beispiele sind die Salpeterlagerstätten (hauptsächlich Natronsalpeter, NaNO3, weniger Kalisalpeter, KNO3) in den Anden Chiles, die Boraxlagerstätten (Borax, Na2[B4O5(OH)4]·8H2O) in Kalifornien und der Türkei und die Sodalagerstätten in Wyoming (USA) mit dem Hauptmineral Trona (Na3H[CO3]2).  
 

 

 

 
 
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