Lexikon Geologie Geografie Geowissenschaften  
Suche :        
   A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   #   

 

 
 

Metasomatose

 
     
  allochemische Metamorphose, die Veränderung der chemischen Zusammensetzung (und damit auch des Mineralbestandes) eines Gesteins im festen Zustand. Die entstehenden Gesteine werden Metasomatite genannt. Die Prozesse der Verwitterung und der Diagenese werden nicht zur Metasomatose gerechnet, ebenso wenig wie metamorphe Reaktionen, die nur zu einer Freisetzung oder einem Verbrauch von Wasser oder Kohlendioxid führen. Wesentlich für die metasomatischen Prozesse ist die Beteiligung einer meist wässerigen, fluiden Phase, die den notwendigen An- und Abtransport (meist entlang der Korngrenzen) der chemischen Komponenten ermöglicht und durch Lösungs- und Fällungsreaktionen zur Bildung der neuen Minerale führt.


Je nach Zusammensetzung der beteiligten Gesteine und Lösungen unterscheidet man z.B. Alkalimetasomatose (entstehende Gesteine sind z.B. Fenite, Spilite oder Adinole), Kalimetasomatose (z.B. Kalifeldspatsprossung an Granitkontakten) und Skapolithisierung (durch chlorid- und sulfatführende Lösungen oder Blackwall-Reaktionen um Ultrabasitkörper). Ein Sonderfall der Metasomatose, der als Wechselwirkung zwischen abkühlenden Plutoniten und ihren eigenen Restlösungen auftreten kann, wird als Autometasomatose bezeichnet.
 
 

 

 

 
 
Ein Bookmark auf diese Seite setzen:
 
 

 

 

 
 
<< vorheriger Begriff
 
nächster Begriff >>
Metasomatit
 
metastabil
 
     

Weitere Begriffe : Bohrlochgravimeter Feldbuch check shot

 

 
Startseite GeoDZ
Copyright © 2010 GeoDZ.com. All rights reserved.  Nutzungsbedingungen  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum