Lexikon Geologie Geografie Geowissenschaften  
Suche :        
   A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   #   

 

 
 

Rippel

 
     
  wird lockerer Sand als rollende oder springende Bodenfracht durch Wind oder Wasser transportiert, entstehen u.a. eine Vielzahl verschiedener Rippeln. Geometrische Elemente sind der Rippelkamm, der Rippeltrog, die Rippelhöhe und die Rippellänge. Sie werden u.a. durch den Rippelindex, dem Quotienten aus Länge der Rippel zu Rippelhöhe beschrieben.


Strömungsrippel (Abb. 3) sind im Querschnitt asymmetrisch. Ihre Luvseite fällt flach ein, während im Gegensatz dazu die Leeseite steiler einfällt (Abb. 1). Im allgemeinen werden die Partikel von der Strömung den Luvhang herauftransportiert und am Leehang erneut abgelagert. Meist bleiben nur die Foreset-Laminen (Foreset-Ablagerung) auf der Leeseite in Form der Schrägschichtung erhalten.


Einzelne Strömungsrippeln i.e.S. haben eine Länge bis 60 cm, im allgemeinen sind sie aber nicht länger als 30 cm. Ihre Höhe variiert zwischen 0,3-6 cm. Nach dem Kammverlauf werden geradlinige von undulierenden Rippeln mit gebogenen Kämmen und Zungenrippeln (Abb. 3) mit kurzen, girlandenförmig geschwungenen Kämmen unterschieden. Bei steigenden Strömungsgeschwindigkeiten bilden sich diskontinuierlich Megarippeln. Sie sind länger als 60 cm und können bis 30 m erreichen. Ihre Höhe kann bis 1,5 m betragen. Riesenrippeln (Sandwellen) können viele Kilometer Länge erreichen, ihre Höhe beträgt mehrere 10er Meter. Sie entstehen nur bei entsprechend tieferem Wasser in Flüssen oder im Meer. Antidünen entstehen in schiessendem Wasser durch Anlagerung von Sediment auf dem gesamten Rippelkörper oder auf seiner Luvseite (Abb. 2). Ihr Relief ist gering. Oszillationsrippeln (Wellenrippeln, symmetrische Rippeln) besitzen einen geraden, scharfen Kamm, der sich allerdings auch aufspalten kann (Abb. 3). Beidseits ist der Abfall in das gerundete, breite Rippeltal symmetrisch. Oszillationsrippeln sind für sehr flache Wasserbereiche typisch. Kleine (Windrippeln) und grosse Schrägschichtungskörper (Dünen oder Draas) sind auch für äolisch geprägte Ablagerungsbereiche typisch. Literatur: [1] Allen, J.L. (1985): Principles of physical sedimentology. - London. [2] Reineck, H.E. & Singh, I.B. (1973): Depositional sedimentary environments. - Berlin.

RippelRippel 1: Elemente von Rippeln.

RippelRippel 2: Beziehungen zwischen Fliessgeschwindigkeit, mittlerer Korngrösse und den verschiedenen subaquatisch gebildeten Strömungsrippeln.

RippelRippel 3: verschiedene Rippeltypen: a) Strömungsrippeln (=2-D-Rippeln) mit geradem Kammverlauf, b) Zungenrippeln und c) Oszillationsrippeln.
 
 

 

 

 
 
Ein Bookmark auf diese Seite setzen:
 
 

 

 

 
 
<< vorheriger Begriff
 
nächster Begriff >>
Riphäikum
 
Rippelindex
 
     

Weitere Begriffe : Wechselstromverfahren Amphigley Wasserbau

 

 
Startseite GeoDZ
Copyright © 2010 GeoDZ.com. All rights reserved.  Nutzungsbedingungen  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum