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1) Geomorphologie: durch exogene Kräfte entstandenes Relief, in dem geologische Mulden oder Gräben als Erhebungen und geologische Sättel oder Horste als Vertiefungen erscheinen (Abb. 1 u. Abb. 2). Eine Reliefumkehr wird durch unterschiedliche Widerständigkeit der Gesteine gegenüber exogenen Kräften hervorgerufen. Bestehen z.B. Antiklinalen (Falte) aus geomorphologisch weniger widerständigem Gestein, so werden diese auch durch die orographisch höhere Lage rascher abgetragen und es bilden sich Hohlformen, während widerständiges Gestein in Synklinalen (Falte) langsamer abgetragen wird und so schliesslich Vollformen entstehen. 2) Kartographie: in der schattenplastischen Reliefdarstellung (Reliefschummerung) der visuelle Reliefeindruck, bei dem Täler erhaben als Rücken und Berge dem Betrachter als Kessel erscheinen. Sie entsteht bei unzweckmässig gewähltem Lichteinfall und einer daraus resultierenden Schattenrichtung vom Betrachter weg. Dieser im menschlichen Sehvermögen begründete Effekt kann durch eine wirklichkeitsnahe Farbgebung und Betonung des Gewässernetzes teilweise kompensiert werden. Der Effekt tritt nicht auf, wenn die Schatten auf den Betrachter zufallen.
Reliefumkehr 1: Reliefumkehr in gefalteten Schichten.
Reliefumkehr 2: Reliefumkehr bei einem Grabenbruch. |
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