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ist eine Form der (Wetter- und Klima-) Vorhersage, die ohne Zuhilfenahme einer wissenschaftlichen Vorhersagemethode gewonnen werden kann (Abb.). Sie wird benötigt, um die wissenschaftliche Vorhersageleistung im Rahmen der vergleichenden Verifikation quantitativ bestimmen zu können. In der Regel kommen hierfür die Persistenz- oder die Klimavorhersagen in Frage, je nachdem, welche zu genaueren Vorhersagen führt (rmse, TSS). Erstere verwenden die Beobachtung zum Zeitpunkt t=0 als zeitkonstante Vorhersage, wie z.B. »Temperatur morgen so wie heute«, letztere erwarten stets den Klimanormalwert, wie z.B. Temperatur am 2. Juli in Dresden=Mittelwert der ausgeglichenen Temperatur in Dresden für alle 2. Juli im Zeitraum der letzten 30 Jahre. RV, Vorhersagbarkeit.
Referenzvorhersage: Beispiel für die Vorhersage der Höhenwetterkarte über Europa im angegebenen Stichprobenzeitraum. Um zu wissen, ob das Modell A (DWD) besser ist als das Modell B (ECMWF), genügt der Vergleich des Fehlerwachstums beider Modelle, z.B. hinsichtlich der Abhängigkeit des Fehlers rmse vom Vorhersagezeitraum. Aufschluss über die Vorhersageleistung und zeitliche Vorhersagbarkeit aber lässt sich nur im Vergleich mit den Fehlern einer geeigneten Referenzvorhersage gewinnen. Nach dem 2. Folgetag ergibt »Klima« genauere Vorhersagen als die Persistenz der Ausgangslage (PER) des Anfangsfeldes. Bei t wird die praktische Grenze der Vorhersagbarkeit erreicht. |
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